Guter Service funktioniert, wenn …

19.04.2018 – Philipp Vorndran

GESELLSCHAFT


Philipp Vorndran

Zurück in Sydney – für zwei Wochen! Zurück in der Sonne und in einer Stadt, die beim ersten Besuch so herrlich zu unserem Lebensgefühl gepasst hatte. War unser Eindruck korrekt?

Wir hatten diesmal jedenfalls ausreichend Zeit, um die unbekannteren Ecken und das Umland zu erkunden. Also auch kein Hotel am Circular Quay, sondern mittendrin, in der Stadt. Die Betreiber, eine Familie aus Thailand, führen in Asien insgesamt sieben Hotels. Deutlich günstiger als die grossen Hotelketten, aber trotzdem top-bewertet in den einschlägigen Internet-Ratings. Zu Recht übrigens. Tolle Zimmer, sehr persönlicher Service!

Beim Frühstück gab es für unsere Tochter Babycino (Cappuccino ohne Kaffee) und – weil wir regelmässig spät dran waren, die Bedienungen zudem viel Zeit hatten – intensive Gespräche mit den Kellnerinnen Saru (aus Nepal) und Alexandra (aus Österreich). Australier? Fehlanzeige! Die Servicekräfte im Tourismus sind überwiegend ausländische Studentinnen, die sich mit 20-Stunden-Verträgen etwas dazuverdienen. Die Männer jobben im Übrigen fast alle auf dem Bau.

Beim Frühstück erfuhren wir viel über das Leben in Australien, die Miet- und Immobilienpreise in Sydney (alles andere als günstig), Arbeitszeiten und Arbeitsmoral sowie die politische Situation in Nepal (ziemliches Chaos).

Alexandra berichtete uns, dass sie mit ihrer österreichischen Einstellung zur Arbeit (präzise, schnell, aber meist chronisch gestresst) rasch Probleme bekommen hat, verbunden mit der Aufforderung: „relax“! Die Australier wollten Spass bei der Arbeit, sagte sie – und keine Hektik. Guter Service, das funktioniere nur, wenn man nicht dauernd unter Strom steht, so das Motto.

Für eine Handvoll Dollar

Das hat auch mit den Arbeitszeiten zu tun – 8 bis 19 Uhr? Nein, früh zur Arbeit und spätestens um 17:30 Uhr wieder raus. Um die Sonne am Strand zu geniessen. In einer Strandbar zu sitzen. Hauptsache unter freiem Himmel!

    Unser erster Ausflug führte uns mit dem Zug in die Blue Mountains. Meine Arbeitskollegin Helen, sie ist Australierin, hatte sie uns empfohlen – neben den vielen anderen, sehr nützlichen Tipps. Zwei Stunden Zugfahrt für sechs australische Dollar (ca. 4,5 Euro!!). Zunächst durch die weitläufigen Vororte Sydneys und dann rauf auf 1100 Meter in die Blue Mountains nach Katoomba, dem touristischen Zentrum der Region.

    Vor 150 Jahren wurde der Ort, der heute 8.000 Einwohner zählt, gegründet. Wegen des Kohleabbaus. Seit den 1930er Jahren wird er aber fast nur noch von Touristen besucht. Wer die grossen US-amerikanischen Naturparks kennt, kann sich in etwa vorstellen, wie dieses Städtchen aussieht. Der Blick in die Blue Mountains mit seinen „drei Schwestern“ erinnerte uns ein wenig an den Grand Canyon. Nur in grün. Und deutlich günstiger. Ausser umgerechnet zehn Euro für Hin- und Rückfahrt war unser Ausflug kostenlos.

      Sicher, essen mussten wir natürlich auch etwas. Wir kehrten beim Wirt der „8 things eatery“ ein. Wie der Name sagt, gibt es genau acht Gerichte pro Tag. Gerichte, die der Chef bei früheren Anstellungen auf acht Kontinenten kennengelernt hat – zumindest wollte es die Legende so. Eigentlich stammte der Koch aus Europa. Auch er hatte Zeit, uns über die Australier, insbesondere ihre favorisierten Restaurants, aufzuklären. Location gehe vor Qualität des Essens, behauptete er.

      Keine Chance den Haien!

      Unser Eindruck: Ja, extrem cool zurechtgemacht die Restaurants. Aber: Auch das Essen war nicht übel. Wenn nur Bier und Wein nicht so teuer wären …

      Zurück in Sydney. 35 Grad. Klar, am nächsten Tag ging es an den Strand. Aber welcher? Milky, Shark, Bondi, Bronti, Manly oder Tamarama Beach? Wer die Wahl hat ... Es war Sonntag und die Busse voll, also möglichst kurze Wege. Wir entschieden uns für Milky Beach, verpassten aber den Ausstieg und endeten am Shark Beach. Oha!

      Die Haifischnetze waren aber gespannt, so konnte nicht viel passieren. Der Strand war wunderbar. Viele Bäume, ideal für Kinder, überall BBQ ... wenn nur nicht so viele Menschen auf die gleiche Idee gekommen wären. Viel Platz hatten wir leider nicht.

      Im Laufe des Tages kam heftiger Wind auf. Die Luft schmeckte nach Gewitter. Wir entschieden uns, das Strand-Research zu beenden. Shopping stand nun auf dem Programm. Was es mit den Ugg Boots auf sich hat und wie gut Aldi in Australien wirklich ist, erfahren Sie deshalb beim nächsten Mal.

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