Ohne (gute) Aktien geht es nicht

29.10.2018 - Bert Flossbach

MÄRKTE


Bert Flossbach

Die Aktienmärkte sind zuletzt deutlich unter Druck geraten. Die Angst der Investoren vor einem Crash wächst. Besser Finger weg von Aktien & Börse? Nein, das wäre fahrlässig.

Wenn ich mich heute entscheiden müsste (der Singular reflektiert die persönliche Meinung des Autors), einen grossen Betrag für mindestens zehn Jahre in nur eine einzige Anlageklasse investieren zu müssen, würde ich Aktien wählen. Wobei ich einschränkend hinzufügen würde: Aktien von Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen und einem unternehmerisch denkenden Management.

Geduld zahlt sich aus

Dazu einige Bemerkungen vorab: Ja, Aktien schwanken stark, da sie anders als Immobilien täglich an der Börse bewertet werden und die Kurse nicht nur Fakten widerspiegeln, sondern auch den Pessimismus und Optimismus der Anleger, also deren Stimmungen. Aber: Aktien, die ja nichts anderes sind als Anteile am Produktivvermögen, belohnen ihre Inhaber mit laufenden Erträgen in Form von Dividenden – und, wenn die Aktionäre geduldig sind und ihre Unternehmen sorgsam ausgewählt haben, mit langfristigen Wertzuwächsen.

So lange die Wirtschaft wieder Tritt fasst, ist alles gut

Die zum Teil deutlichen Kursrückschläge an den Finanzmärkten ändern daran nur wenig, solange die Wirtschaft nach einer Rezession wieder Tritt fasst, was bislang immer der Fall war. Nur wenn Inflation und Zinsen sehr stark zulegen, ohne dass die Wirtschaft kräftig wächst, kann es zu einer längeren Durststrecke für Aktionäre kommen – wobei diese dann auch für die Inhaber von Anleihen sehr schmerzhaft wäre.

Die Notenbanken können nicht so, wie sie vielleicht wollen

Eine solche Stagflation erwarten wir nicht, und selbst wenn sie käme, könnten die Notenbanken die Zinsen nicht mehr so stark erhöhen wie früher. Sie würden sonst vielen Schuldnern die Luft zum Atmen nehmen.

Aktien haben Zukunft

Ob die nächsten zehn Jahre an den Aktienmärkten genauso gut werden wie die vergangenen, sei dahingestellt. Die magere Rendite anderer Anlagen und die anhaltende Niedrigzinspolitik sprechen aber, wie wir finden, zumindest dafür, dass Aktien in diesem Zeitraum deutlich besser als Anleihen abschneiden. Das über dem langjährigen Durchschnitt liegende Bewertungsniveau lässt für die Zukunft aber etwas niedrigere Renditen für Aktienanlagen erwarten.

Langfristig denken …

Rezessionen lassen sich nur sehr schwer vorhersehen, wenn überhaupt. Das gleiche gilt für Börsencrashs. Das hat die Finanzkrise 2008/2009 eindrucksvoll gezeigt. Trotzdem wird der kurzfristigen Konjunkturentwicklung an den Finanzmärkten viel Beachtung geschenkt. Statt sich aber permanent den Kopf über die nächste Rezession und die kurzfristigen Perspektiven des Aktienmarktes zu zerbrechen, ergibt es sehr viel mehr Sinn, sich auf das langfristige Ertragspotenzial nachhaltig erfolgreicher Unternehmen zu konzentrieren.

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