Blick für das We­sent­li­che


In der täglichen Flut von Nachrichten kann der Blick für das Wesentliche leicht verloren gehen. Deshalb entwickeln wir ein anlagestrategisches Weltbild, das langfristige Trends an den weltweiten Kapitalmärkten berücksichtigt. Eine Makroaufnahme der Märkte, die jede unserer Anlageentscheidung beeinflusst.

Die Staatsschulden steigen

Die Schulden der Industriestaaten steigen unaufhaltsam. Nicht nur in Europa, auch in den USA und Japan. Dass die Schulden jemals beglichen werden, ist wohl wenig wahrscheinlich. Letztlich bleiben zwei Möglichkeiten, um die Schulden dauerhaft finanzieren zu können: der grosse Schuldenschnitt oder dauerhaft niedrige Zinsen. Dass sich an dem Niedrigzinsumfeld allzu bald etwas ändert, ist unseres Erachtens deshalb wenig wahrscheinlich.

Die fetten Jahre sind vorbei

Mit der ultralockeren Notenbankpolitik geht ein globaler Abwertungswettlauf der Währungen einher. Je schwächer eine Währung desto wettbewerbsfähiger die Volkswirtschaft, so die weit verbreitete Meinung. Dieser Wettlauf wird vermutlich nur wenige Gewinner kennen.

Gewaltige Schuldenberge, die Alterung der Industriegesellschaften und Strukturprobleme in bedeutenden Schwellenländern dämpfen die globale Konjunktur. Wir sollten uns deshalb von den zum Teil kräftigen Wachstumsraten der Vergangenheit verabschieden. Die fetten Jahre sind unseres Erachtens vorbei.

Robust investieren

In diesem Umfeld bedarf es unserer Überzeugung nach einer robusten Anlagestrategie – einer Strategie, die klaren Regeln folgt, verschiedene Anlageklassen berücksichtigt und nicht vergangenheitsbezogen ist. Massgeblich bei jeder (!) Investmententscheidung ist das Chance-Risiko-Verhältnis. Kursschwankungen sind nicht per se gefährlich. Sie können langfristig denkenden Investoren attraktive Opportunitäten offerieren.

Erstklassige Aktien sollten aus unserer Sicht einen signifikanten Anteil eines breit aufgestellten Portfolios ausmachen. Aktien von Unternehmen, die verlässliche Gewinne erzielen, nachhaltig wachsen, global aufgestellt und wenig verschuldet sind.

Obligationen stabilisieren das Portfolio. Mit einem opportunistischen Investmentansatz lassen sich auch im Zinstief attraktive Papiere finden. Außerdem gehört Gold (direkt/ indirekt) unseres Erachtens in das Portfolio. Als Versicherung gegen die bekannten und unbekannten Risiken des Finanzsystems.